Sonntag, 20. Januar 2008
Robert James Fischer, 1943-2008
"Mit dem Tod von Robert James Fischer, der am Donnerstag, 17. Januar 2008, in Reykjavik nach längerer Krankheit an Nierenversagen starb, verliert die Schachwelt ihre schillerndste Figur. Als Schachwunderkind hatte der Vaterlose seine Kariere begonnen. Der Kampf gegen seine Mutter und gegen das übermächtige Sowjetschach hat seinen Charakter geformt. Am Ende konnte der größte Schachspieler seiner Zeit 1972 in Island die Sowjets besiegen, indem er ihnen den Weltmeistertitel entriss. Danach versteckte er den Titel vor jedem Zugriff, indem er kein Turnierschach mehr spielte. (...)"

Nachruf von André Schulz auf Chessbase.de

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Sonntag, 4. November 2007
Deutscher ist erster Schachbox-Weltmeister!


Premiere in Berlin: Deutscher ist erster Schachbox-Weltmeister - Sport - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten
Deutscher ist erster Schachbox-Weltmeister

Frank Stoldt ist erster Weltmeister in der Geschichte des Schachboxens. Er setzte sich gestern in Berlin gegen David Depto aus den USA durch. Die Entscheidung fiel am Brett - und nicht im Ring.



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Samstag, 21. Juli 2007
Nu hamma den Salat: Das Damespiel ist schon gelöst...
... und noch bin ich guter Dinge, dass es mit dem Schachspiel zu meinen Lebzeiten nicht so weit kommen wird. Aber meine Überzeugung beginnt zu bröckeln...

Mediaculture-online: Forscher entwickeln unbesiegbaren "Dame"-Computer

ORF ON Science - Computer setzt "Dame"-Spiel schachmatt

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Freitag, 11. August 2006
World Chess Challenge 2006
Unter diesem Titel wir vom 25.11. bis 5.12. das Match Mensch gegen Maschine ausgetragen: Wladimir Kramnik tritt gegen das Schachprogramm Deep Fritz zu einem Wettkampf an.

Weitere Informationen gibt's auf der Turnierwebsite:
http://www.rag.de/microsite_chess/

Am 10.8. äußerte sich Kramnik in der taz zum bevorstehenden Wettkampf, hier das Interview:
taz-interview mit kramnik (pdf, 68 KB)

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Donnerstag, 29. Juni 2006
Tiviakov und Peng überlegen
Am Ende waren die Niederländischen Meisterschaften doch eine klare Sache:
Sergei Tiviakov siegte überlegen bei den Männern mit 9 aus 11, noch weniger gefährdet war der Sieg von Zhaoquin Peng bei den Frauen mit 8,5 aus 9!


Hier die Partien:

nm-maenner-2006 (pgn, 47 KB)
nm-frauen-2006 (pgn, 30 KB)

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Dienstag, 27. Juni 2006
Taktik
Aus einer Blitzpartie im Internet:

GW-NN

Wie macht Weiß dem Schwarzen den Garaus?

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Freitag, 16. Juni 2006
Ein Blick über die Grenze - Niederländische Meisterschaft
Am Samstag, dem 17. Juni, beginnt die Niederländische Meisterschaft in Hilversum.
Bei den Herren ist ein illustres Spielerfeld am Start: 11 Großmeister und ein Internationaler Meister streiten um den Titel.
Favorisiert sind sicherlich Ivan Sokolov, Sergei Tiviakov und Loek van Wely. Letzterer, "King Loek", ist auch der Titelverteidiger: er gewann die letzten sechs Meisterschaften (2000 bis 2005) in Folge!
Gespannt sein darf man auch auf das Abschneiden von Jan Timman, der es zu seiner Glanzzeit bis ins WM-Halbfinale geschafft hatte und in jüngster Zeit wieder glänzend in Form war. Und auch der einzige IM im Feld, Jeroen Bosch, sollte für eine (oder mehrere) Überraschungen gut sein, gibt er doch immerhin die bei New In Chess erscheinende Eröffnungsbuch-Serie "Secrets of Opening Surprises" (deutsch: "Schach ohne Scheuklappen") heraus.
Bei den Frauen ist die Breite nicht so groß, aber die Spitze kann sich durchaus sehen lassen: an 1 gesetzt ist die aus China stammende Großmeisterin Zhao Qin Peng, die aber in der an 2 gesetzten Tea Lanchava-Bosboom eine starke Gegnerin bekommen hat.

Alle Informationen gibt's im WWW unter
http://www.schaakbond.nl/nieuws/nk2006/index1000.html

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Freitag, 9. Juni 2006
Susan Polgar über die Schacholympiade 2006
Es gab viele interessante Geschichten bei der vor kurzem beendeten Olympiade in Turin, Italien. Hier sind einige von ihnen:

Einige der wichtigsten positiven Geschichten:

Die armenische Mannschaft schrieb Geschichte, indem sie die Goldmedaille gewann. Sie hatte zwei volle Punkte Vorsprung vor dem Silbermedaillengewinner.

Die ukrainischen Mannschaft der Frauen schrieb Geschichte, indem sie die Goldmedaille gewann. Sie hatte am Ende eineinhalb Punkte Vorsprung vor dem an 1 gesetzten Team aus Russland.

Die chinesischen Mannschaft der Männer schrieb Geschichte, indem sie ihre erste Olympiamedaille in Silber gewann. Sie kamen bei der letzten Mannschafts-WM dem Gewinn der Goldmedaille nahe, aber nach dem Verlust in der letzten Runde gegen Russland belegten sie nur Rang 2.

China zeigte der Welt, daß sie weiter begabte junge Spielerinnen hervorbringen können. Sogar ohne legendäre Spielerinnen wie die Weltmeisterinnen Xie Jun, Xu Yuhua und Zhu Chen (die jetzt für die Mannschaft von Qatar spielt),erreichten sie Bronze.

Kramnik, Carlsen, Wang Yue und Bacrot erreichten ein Turnierleistung von mehr als 2800 ELO! Karjakin und Bu erreichten ungefähr 2800!

Einige der wichtigsten negativen Geschichten:

Sogar mit der Supermannschaft von Kramnik, von Svidler, von Grischuk, von Morozevich, Bareev (alle über 2700 ELO) und von Rublevsky, gingen die russischen Männer ohne Medaille aus. Sie wurden geteilte 6.-10., vermutlich eins ihrer schlechtesten Ergebnisse überhaupt!

Indien startete in diese Olympiade Setznummer 2 und hatte große Hoffnungen, eine Medaille zu gewinnen. Doch selbst mit Anand belegte Indien am Ende einen enttäuschenden 30. Platz!

Die russische Mannschaft der Frauen war auf Rang 1 gesetzt. Ihre durchschnittlichen Ratings waren ungefähr 50 Punkte höher als die der nächstgesetzten Mannschaft. Die folgende Zielsetzung war vor der Olympiade gegeben:
Russland will alles, was in Reichweite liegt, erreichen, nämlich Gold bei den Männern und Gold bei den Frauen.
Als Nation hat Rußland nie eine Olympiade der Frauen gewonnen, den letzten Erfolg gab es 1986 für die Sowjetunon. „Aber dieses mal sind wir ganz oben.“, sagte Alexandra Kosteniuk vor der Turiner Olympiade. „Wir haben zusammen trainiert, und wir haben einen guten Mannschaftgeist aufgebaut. Wir möchten gewinnen und wir wissen, das wir es können.“ Sie konnten das Versprechen aber nicht einlösen und verpassten das Gold erneut. Sie beendeten die Olympiade auf Rang zwei, 1½ Punkte hinter Ukraine.

Quelle:
http://www.chesscafe.com/polgar/polgar.htm

www.chesscafe.com ist meines Erachtens die Top-Internetadresse rund ums Schach: Fundierte Berichte und Trainingsmaterial, das man in der Fülle als Nichtprofi kaum bearbeiten kann. Besuch dringend empfohlen!

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Montag, 5. Juni 2006
Schacholympiade - Partien Männer
Hier eine kleine und erfolgreiche Partieauswahl unserer Männer bei der Schacholympiade:

olympiade-deutsche_mnner (pgn, 4 KB)

Viel Spaß beim Nachspielen!

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Sonntag, 4. Juni 2006
Armenien (Männer) und Ukraine (Frauen) siegreich bei der Schacholympiade
Es waren nicht die an Nummer 1 gesetzten Teams aus Russland, die sich in Turin die Goldmedaille sicherten.

Bei den Männern setzte sich Armenien früh an die Spitze - mit dem in Berlin lebenden Levon Aronian an Brett 1 - und verteidigte diese bis zum Ende souverän. 10 Siege bei 3 Unentschieden und keiner Niederlage sprechen eine deutliche Sprache.
Russland war mit einer namhaften und starken Mannschaft angetreten: Vladimir Kramnik, Peter Svidler, Alexander Grischuk, Alexander Morozevich, Evgeny Bareev und Sergey Rublevskiy - der zweite Ersatzmann war der einzige in diesem Team mit einer ELO unter 2700, aber was will das schon heißen? Andere Teams wären froh, einen Spieler mit 2687 an Brett 1 einsetzen zu können. Letztlich war aber nur Kramnik in Form, er erspielte auch mit 2847 Punkten (6,5 aus 9) die beste Ratingperformance der Schacholympiade.
Überraschend gut war das Abschneiden der Mannschaften aus China (Platz 2, Setzliste 12), Ungarn (Platz 5, Setzliste 16) und Tschechien (Platz 11, Setzliste 20). Der Spieler des Turniers aus meiner Sicht: der norwegische Jungstar Magnus Carlsen erreichte 6 Punkte aus 8 Partien und eine Turnierleistung von 2820 ELO-Punkten.
Und auch das ist Schacholympiade: die beste Prozentzahl erreichte ein Spieler, der sonst kaum Beachtung findet: Amer Karim aus Pakistan erspielte am vierten Brett 7,5 aus 8 und damit 93,8%.
Die deutschen Männer erreichten mit Rang 15 nicht ganz den Platz, der der Setzliste entsprochen hätte - das wäre der 14. gewesen. Arkadij Naiditsch verwaltete das Spitzenbrett souverän und erreichte mit 6 aus 10 eine ELO-Performance von 2706 Punkten, wobei er nur gegen Vladimir Kramnik und Magnus Carlsen den ganzen Punkt abgeben musste. Aber um mehr zu erreichen fehlte einfach ein herausragendes Ergebnis an einem der anderen Bretter.
Der Endstand bei den Herren:
1. Ukraine, 36 Brettpunkte
2. China, 34
3. USA, 33

Bei den Frauen erkämpfte sich in Runde 4 Russland Platz 1, konnte diesen in Runde 5 trotz einer 1:2-Niederlage gegen die Ukraine halten. In Runde 9 musste die Spitzenposition nach einem 1,5:1,5 gegen China jedoch an die Ukrainerinnen abgegeben werden, die die USA mit 2,5:0,5 bezwangen. So ging der Titel am Ende verdient an die ausgeglichene ukrainische Mannschaft mit Natalia Zhukova, Katerina Lahno, Inna Gaponenko und Anna Ushenina - 12 Siege, ein Unentschieden und keine Niederlage sprechen für sich.
Die Deutschen Frauen, an Platz 8 gesetzt, erreichten am Ende den 11. Rang. Sicherlich war das nicht das, was man sich erhofft hatte, aber mehr war in diesem Jahr nicht möglich. Zwar spielten Elisabeth Pähtz an Brett 1 und Ketino Kachiani-Gersinska an Brett 2 stark, doch Vera Jürgens und vor allem Jessica Nill blieben deutlich unter ihren Möglichkeiten.
Der Endstand bei den Frauen:
1. Ukraine, 29,5 Brettpunkte
2. Russland, 28
3. China, 27,5

Ausführliche Ergebnisse, Ranglisten und Statistiken gibt es auf
http://schach.wienerzeitung.at/tnr3410.aspx?tnr=3410&art=2&rd=1&lan=1&flag=30

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